Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Jahr: 2026

Gesehen am: 13. Februar 2026 (Freitag), 20:00 Uhr
Kino: Moviemento, Movie 1

Meine Meinung

Dieser Film versucht zu viel auf einmal und bringt nichts davon zu einem zufriedenstellenden Abschluss. Viele Themen, die am Beginn des Filmes eingeführt werden - wie zum Beispiel der Tod des Bruders - werden im Laufe der Handlung bedeutungslos, als der Protagonist in die große Stadt zieht, um seine Schauspieler-Karriere zu starten.

Das nicht eingelöste Versprechen

Am Beginn gibt es diese Vorstellung, in der die Zuschauer das Potenzial des Protagonisten erkennen, das freigelegt werden soll. Man würde erwarten, dass dieses Potenzial im Verlauf des Films tatsächlich zur Entfaltung kommt, oder zumindest eine Erklärung dafür geboten wird, warum dies nicht geschieht. Stattdessen bleibt dieses anfängliche Versprechen völlig uneingelöst.

Ein unsympathischer Protagonist

Ab der Mitte des Films beginnt man den Protagonisten regelrecht zu verabscheuen. Er ist seiner Unselbstständigkeit völlig ausgeliefert, sodass man sich fragt: Wann endet dieser Film endlich? Was tue ich mir hier überhaupt an? Der Protagonist bleibt durchgehend unsympathisch und passiv - und erhält auch später keine Redemption Arc, die diese Schwächen ausgleichen würde.

Abschließende Gedanken

Ein Film, der zu viele Themen anreißt, ohne sie zu Ende zu führen, und einen Protagonisten präsentiert, der keine nachvollziehbare Entwicklung durchmacht. Die anfängliche Prämisse bleibt unerfüllt, und das Fehlen eines befriedigenden Abschlusses macht die Filmerfahrung frustrierend.

Urteil: Ein enttäuschender Film, der seine Versprechen nicht einlöst und den Zuschauer mit mehr Fragen als Antworten zurücklässt.